Der häufigste Grund für den Umstieg auf 3D ist der falsche

Warum Büros nicht auf Anforderungen warten sollten – sondern eigene Vorteile nutzen können

Wenn heute über 3D-Planung und BIM gesprochen wird, fällt häufig ein Argument: Auftraggeber werden künftig verstärkt digitale Modelle verlangen. Das stimmt – aber es ist nicht der wichtigste Grund, die eigene Arbeitsweise weiterzuentwickeln.

Der größte Nutzen einer 3D-Planung entsteht nicht erst beim Datenaustausch mit externen Projektpartnern. Er entsteht bereits innerhalb des eigenen Büros.

Weniger Fehler, schnellere Änderungen, bessere Übersicht über komplexe Projekte, einfachere Zusammenarbeit und attraktivere Arbeitsplätze für neue Mitarbeiter – eine modellbasierte Arbeitsweise bietet zahlreiche Vorteile, die unabhängig davon entstehen, ob ein Auftraggeber sie fordert oder nicht.

Viele Planungsbüros arbeiten heute bereits erfolgreich mit 3D-Modellen. Andere nutzen weiterhin ganz oder teilweise klassische 2D-Prozesse. Der Wechsel ist dabei keine Frage von "richtig oder falsch". Die entscheidende Frage lautet vielmehr:

Wie kann ein Büro seine eigenen Abläufe verbessern und langfristig wettbewerbsfähig bleiben?
Weniger Routine, mehr Ingenieurleistung

Mit einer modellbasierten Planung wird das Bauwerk nur einmal erstellt – im digitalen Modell. Daraus entstehen automatisch Ansichten, Schnitte und Grundrisse. Änderungen werden zentral im Modell vorgenommen und stehen anschließend in allen Plänen zur Verfügung.
Das reduziert typische Fehler durch unterschiedliche Planstände und spart viele manuelle Arbeitsschritte. Zusätzliche Schnitte oder Detailansichten lassen sich jederzeit erzeugen, ohne sie neu konstruieren zu müssen. Auch Bewehrungen werden nur einmal modelliert und anschließend in allen erforderlichen Darstellungen genutzt.
Ebenso können Massenauswertungen automatisch erzeugt und Kollisionsprüfungen durchgeführt werden. Dadurch bleibt mehr Zeit für die eigentliche Planungs- und Ingenieurleistung.

Projekte werden verständlicher

Ein dreidimensionales Modell verbessert das Verständnis eines Projekts erheblich – sowohl intern als auch in Besprechungen mit Bauherren, Architekten oder ausführenden Unternehmen.
Bauteile können gezielt nach Material, Bauteilart, Gewicht, Volumen, Bauabschnitt, Rückbau, Neubau, tragend oder anderen Eigenschaften dargestellt werden. Zusammenhänge werden schneller erkannt und Planungsentscheidungen lassen sich nachvollziehbarer erläutern.
Auch auf der Baustelle entstehen Vorteile. Zusätzliche 3D-Darstellungen oder weitere Schnitte können ohne großen Mehraufwand erstellt werden und erleichtern die Ausführung erheblich.

Bessere Zusammenarbeit im gesamten Team

Die Einführung einer 3D-Arbeitsweise verändert nicht nur die Software, sondern auch die Zusammenarbeit.
Alle Projektbeteiligten arbeiten auf derselben Informationsbasis. Änderungen – beispielsweise an Geschosshöhen oder Bauteilgeometrien – werden sofort für alle sichtbar. Abstimmungen werden einfacher, Missverständnisse seltener und der Kommunikationsaufwand sinkt.
Gleichzeitig lassen sich Modelle von Architekten, TGA-Planern, Stahl- oder Holzbauern sowie Anlagenplanern einbinden oder mit den eigenen Daten vergleichen. Auch klassische DWG- oder PDF-Unterlagen können weiterhin als Grundlage oder Kontrolle genutzt werden.

Der Umstieg muss kein Kraftakt sein

Viele Büros befürchten, dass der Wechsel auf 3D nur mit einem vollständigen Neustart möglich ist. Die Praxis zeigt jedoch etwas anderes.
2D- und 3D-Arbeitsweisen können übergangsweise parallel genutzt werden. Der Detaillierungsgrad der Modellplanung wächst Schritt für Schritt – genau in dem Tempo, das zum Büro passt.
Entscheidend ist dabei eine gute Begleitung. Nach einem dreitägigen Grundlagenseminar unterstützt DICAD seine Anwender direkt im Projektalltag. Tauchen während der praktischen Arbeit Fragen auf, helfen erfahrene Mitarbeiter per Fernzugriff unmittelbar am konkreten Projekt weiter. So wird neues Wissen genau dann vermittelt, wenn es benötigt wird – praxisnah und ohne lange Unterbrechungen. Dieser Support gehört zum Service von DICAD.

Moderne Arbeitsplätze gewinnen Fachkräfte

Neben den technischen Vorteilen gewinnt auch der Faktor Mensch zunehmend an Bedeutung.
Mit der neuen Ausbildungsverordnung werden BIM- und 3D-Kompetenzen künftig einen deutlich höheren Stellenwert erhalten. Junge Fachkräfte erwarten moderne Werkzeuge und digitale Arbeitsweisen. Gleichzeitig bleibt das Erfahrungswissen langjähriger Konstrukteure unverzichtbar. Die Kombination aus Erfahrung und modernen Werkzeugen schafft die besten Voraussetzungen für erfolgreiche Projekte.

Nicht warten – den eigenen Vorsprung nutzen

Wer erst dann auf 3D umstellt, wenn Auftraggeber es verbindlich verlangen, reagiert auf äußeren Druck.
Wer den Wechsel heute vollzieht, entscheidet sich bewusst für effizientere Abläufe, weniger Fehler, eine bessere Zusammenarbeit und attraktivere Arbeitsplätze.
Der Umstieg auf 3D ist deshalb nicht in erster Linie eine Investition in zukünftige Anforderungen. Er ist eine Investition in die Leistungsfähigkeit des eigenen Büros – und genau dort entsteht sein größter Nutzen.

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